Steinbrücke bei SCHAHARA auf 2600 m Höhe
Aus: Peter und Alexandra Weikenmeier , Jemen ,Seite 87

Abenteuer Jemen: als "Resident" in Arabia Felix

Die ersten Eindrücke sammelte Felix auf einem beruflichen Kurztripp in Arabia Felix  im Februar 2001.
Im Juni 2001 verschlug es die tunesischen Skorpione Elke, Stefan und Felix dann in das Land der Weihrauchstrasse.
Kollegen zeigten uns die unmittelbare Umgebung von Sana´a, die es zunächst mal zu erforschen gab:
An einem Wochenende gewann man Impressionen von einer jemenitischen Hochzeit.
Ein schönes Erlebnis; eine erste Tour an das Rote Meer durch die Schluchten des jemenitischen Berglandes,
ein Traum für Motorradfahrer.
Und einige Impressionen aus der jemenitischen Bergwelt.

Im September 2001 ereigneten sich die schrecklichen Attentate in New York Sie änderten massiv die Realität von Tourismus, Reisen und Sicherheit im Jemen. Was bisher nach Landescolorit einen Hauch von Wildheit und Abenteuer hatte, galt nun als Hort von Terrorismus, ja gar als Achse des Bösen. Reisen wurde schwieriger.
Trotzdem ging es ab Oktober richtig los, erste Verbindungen zu Tourenfahrern im Jemen wurden geknüpft:
Elke und Stefan begleiteten die International School Sana´a zu einem Trip an das Bab el Mandab um den Adlerflug zu beobachten. Im November dann der vorläufige Höhepunkt, mit den Archäologen des Deutschen Archäologischen Instituts Exkursion zum Djebel Al-Awd.
Zwischen Weihnachten und Neujahr 2001/2002 ging es zur Insel Kamaran und nach Aden, im Februar 2002 dann zu einem der letzten Paradiese dieser Erde, der Insel Sokotra.
Im März 2002 wagten wir einen Trip an die saudische Grenze in den Nordjemen und zum Abkühlen ans Rote Meer: Sonne, Sand und Salzsümpfe.

Im Oktober 2002 ging es nochmal auf die Insel Sokotra. Diesesmal sollten mehr Touren in das Innere der Insel stattfinden. Nebst den Drachenblutbäumen waren insbesondere die kleinen Seen und Bachläufe recht reizvoll.

Im Sommer 2002 besorgten sich Stefan und Felix jeweils eine Suzuki 650 DRE, Enduros. Auch Stefans Sohn Phillip sollte eine Suzuki 125 bekommen. Mit Heinrichs Tiger verfügte die Comminity damit über 4 Zweiräder.

2003 waren die Reisemöglichkeiten für Deutsche recht schwierig. Grund und Ursache war ein Auslieferungsverfahren gegen einen jemenitischen Scheich in Deutschland. Diesem wurden die Unterstützung von Hisbola und Al Kaida vorgeworfen. Ebenso verschärfte ein Attentat auf einen französischen Ölfrachter vor der jemenitischen Küste die Sicherheitssituation. So fanden Touren im Jahr 2003 mit den Motorrädern unmittelbar in der Umgebung von Sanaa statt. Die Pisten durch die Bergwelt stellten dabei eine echte, teilweise schweisstreibende Herausforderung dar.Fahrlehrer Jörn trainierte die Motorradfahrer nach deutschen Standards mitten unter interessierten jemenitischen Zuschauern.

Im Januar 2004 entspannte sich jedoch die Situation. Eine lang geplante Tour in das Wadi Massila, eine der reizvollsten Gegenden im Ostjemen konnte durchgeführt werden. Im Mai 2004 wurde mit einer Biketour im Westjemen ein gewisser Höhepunkt der Aktivitäten erreicht. 1.300 km mit drei Motorrädern durch die Berge und an den Küsten des Westjemens entlang sollten unvergessen bleiben.

Im Frühjahr 2004 wurde aber noch eine ganz andere Welt entdeckt: Die Unterwasserwelt der Arabischen See. Sicherheitstechnisch vollkommen unproblematisch und zu günstigen Pauschalpreisen wurde immer wieder Mukalla angesteuert um die Schönheit der Unterwasserwelt zu geniessen.

Mit Besuchern aus Deutschland wurden immer wieder die klassischen Schönheiten der Altstadt von Sanaa, des Bazars und das Wadi Dhar besucht. Mittlerweile waren wir perfekte Fremdenführer.

Im Sommer 2005 verliessen Stefan und Elke den Jemen und auch Felix bereitete sich auf den Absprung nach Deutschland vor. Der Sandbär treuer Begleiter seit fast 10 Jahren, darf jedoch noch im Jermen bleiben.