Wie sollte Eure Crew aussehen?
Das Team ist wichtig - nicht der Einzelne.............

Eine Gruppenreise in die Wüste ist keine HINTERHERFAHR Tour, jeder muss sich mit seinen Stärken einbringen:

Zunächst die fachliche Kompetenz:
Sprachkenntnis:
in Tunesien FRANZÖSISCH, sehr hilfreich ein Minimalwortschatz ARABISCH
Hier sollte zumindestens einer diese Sprachen handeln können.

Medizin & Erste Hilfe:
Abseits der Pisten sollte jeder das beherrschen, was man mit dem Führerschein in
SOFORTMASSNAHMEN AM UNFALLORT, besser ERSTE HILFE gelernt hat. Also vor der Tour
auffrischen.Sehr hilfreich ist natürlich der Fachmann oder-frau, z.B. ein Arzt oder eine Kranken-
schwester in der Crew

Autotechnik:

Die Besondere Belastung der Autos macht es sinnvoll, das ein versierter KFzMechaniker dabei ist, besser
(nicht lachen) ein Landmaschinenmechaniker.Jeder sollte aber die einfachen Pflege- und Wartungsarbeiten am
eigenen Auto sowie die nötigen Prüfungen von Öl und Wasser selbst ausführen können.

Orientierung:

Orientierung: Jede Fahrzeugbesatzung muss mit Karte und Kompass sowie der GPS umgehen können. Jeder muss immer wissen, wo er sich befindet und wo es hingeht.
 
 

Dann die soziale Kompetenz:



Die Situationen und das Umfeld sind anders als bei einer Tour am Wochenende auf den 4X4 Trainingsplatz, jeder ist vielleicht ihm bisher unbekannten psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. Unvorhersehbare Ereignisse und nicht erwartete Pannen lassen oft die Nerven blank liegen. Frustrationen über die (vermeintliche) eigene Unfähigkeit und die der anderen bauen sich auf und kommen zum Ausbruch. Je grösser die Gruppe umso schwieriger ist dies.
Unsere Erfahrungen von eigenen Touren und betreuter Gruppen bestätigen immer wieder einfache Grundregeln:

Festlegen sozialer Spielregeln vorher:

Entscheidungen und Führung
Wer entscheidet unter welcher Vorbereitung, vor allem in Krisensituationen
unter z.B. folgender Vorgehensweise:

1.LAGEFESTSTELLUNG
Was ist los?

2.LAGEBEURTEILUNG
Was ist die Folge? Was muss entschieden werden?

3.ENTWICKELN VON HANDLUNGSALTERNATIVEN
Welche Möglichkeiten haben wir?

4.BEWERTUNG DER ALTERNATIVEN
Welche Vorteile, welche Nachteile?

5. ABWÄGEN UND ENTSCHEIDUNG
 
 

Feste Abläufe und Verantwortungen

Wer ist für was verantwortlich?
Technik, Orientierung, Streckenführung, Biwakerkundung, Küche u.s.w.

Wie ist der Tagesablauf? Was ist zu regeln?
Biwakabbau, Reinigung, Müllentsorgung, Fahrzeugcheck, Pausenplanung,nötige Einkäufe und Tanken, Biwakerkundung, Verpflegung, Briefings u.s.w.

Was organisiert jeder selbst, was gemeinsam?
Ganz sensibel Essen und Trinken, hier brach schon manche Crew zusammen!!!!
 
 

Sozialhygiene im Gelände
 

Merksatz 1: Immer Information verteilen oder einholen,
Vermutungen von sicheren Erkenntnissen unterscheiden
Nur wer informiert ist kann seine Lage auch beurteilen, nichts ist schlimmer als Gerüchte nach dem
Ablauf des Spieles "Stille Post" in einer Gruppe

Merksatz 2: Nie nach der Schuld fragen, sondern nach der Lösung suchen
Anklagen und Rechtfertigungen helfen nicht weiter, jeder muss um konstruktives
Mitdenken und Mithandeln bemüht sein.

Merksatz 3: Der Erfolg einer guten Crew besteht darin,
die unterschiedlichen Stärken jedes Mitgliedes
auszunutzen und Schwächen nicht zum Zuge kommen zu lassen.
Diese Stärken und Schwächen  muss jeder von sich selbst kennen
und auch die anderen einschätzen.

Merksatz 4: Keine Eigenmächtigkeiten, immer mit und für die Gruppe
Einsame Entschlüsse führen die Gruppe oftmals in noch schwierigere Situationen,
Eine Entscheidung sollte mit grosser Beteiligung vorbereitet werden, ggf. von wenigen getroffen
aber von allen anerkannt werden.

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