Malaria, was es ist und was
dagegen tun?
Die Fiebermücke Anopheles mit ihren
200 Arten überträgt die in den Tropen weitverbreitete Krankheit,
die es in drei Haupterscheinungsarten gibt:
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M. tertiana, ein Dreitagesfieber mit dem Erreger Plasmodium
vivax ,auch in gemässigten Zonen verbreitet. (Fieberanfall je
nach einem fieberfreien Tag)
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M. quartanae, Fieberanfälle alle 72 Stunden,
Erreger
Plasmodium malariae
-
M. tropica, unregelmässige Fieberanfälle,
Erreger
Plasmodium falpicarum oder immaculatum. M. tropica
ist die gefährlichste,
weil resistente Art.
Die Krankheit zeichnet sich durch Fieberschübe, Anschwellen
von Leber und Milz und Gliederschmerzen aus. Die Fieberschübe signalisieren
eine Vermehrung der Plasmodien im Körper.
Die Krankheit verdankt ihre Verbreitung einem Zyklus zwischen
Überträger (Mücke) und Wirt (z.B. Mensch). Die Plasmodien
vermehren sich im Wirt, gelangen durch den Stich in die Mücke,die
Sporen wachsen in der Mücke und werden durch Stich wieder auf neue
Wirte übertragen. Auf Grund dieses Zyklus kann die Krankheit auch
längere Zeit nach einem Aufenthalt ausbrechen.
Vorbeugung gegen Malaria ist in erster Line eine Vorbeugung
gegen den Stich der Mücke:
Die dämmerungs- und nachtaktiven Anopheles
sind vor allem während und nach Sonnenuntergang zu fürchten,
dann also:
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möglichst alle Körperteile bedeckt halten, insbesonders
die, an denen Adern deutlich hervortreten (Hals, Fuss- und Handgelenke),
also hohe Kragen, lange Ärmel und lange Socken
-
diese Stellen auch mit Mückenschutzmittel z.B. AUTAN
einreiben
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Grillgeruch lockt die Anopheles an, ebenso Schweissgeruch;
aber auch Deodorants als Geruchsüberdecker, also VORSICHT damit...
-
Entwicklungshelfer empfehlen immer das mückenfreie Schlafzimmer
+ Mückennetze (nichtsynthetisch ,weil synthetische
die Schweissbildung erhöhen, die Netze müssen so geformt und
aufgehängt werden, das sie nicht am Körper anliegen können)
+ mit Ventilator durchlüftete Schlafräume (Anpoheles
hasst heftige Luftbewegungen)
+ Antimückenlampen- oder Kerzen
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Umstritten sind andere Geruchsbildner , die Anopheles abschrecken
sollen z.B.
+ Vitamin B Präparate
+ der Genuss von reichlich Zwiebeln und Knoblauch
Die Pharmaindustrie tut es ab. Erfahrene Auslandsreisende
schwören darauf...
Prophylaxen sind keine Schutzimpfungen! Sie sind im Prinzip
bereits Anti-Malariamittel, die präventiv eingenommen werden. Sie
müssen eine bestimmte Zeit vor und eine bestimmte Zeit nach einem
Aufenthalt in einem Malariagebiet eingenommen werden. Im wesentlichen ergeben
sich folgende Nachteile:
+ Prophylaxen bieten keinen 100 % igen Schutz auf Grund
der Resistenz einiger Plasmodien
+ Bei eingenommener Prophylaxe ist eine Malaria , die
im Anfangsstadium
einer Grippe ähnelt , nicht mehr so
leicht nachzuweisen und vor allem zu bekämpfen.
+ Prophylaxen haben zumeist erhebliche Nebenwirkungen
,zumeist auf Augen und Leber, vor allem bei längerer Einnahme.
Empfohlene Verhaltensweise:
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Keine Prophylaxe
-
Alle Massnahmen präventiv gegen Mückenstiche treffen
(wie oben beschrieben)
-
Im Falle von grippeähnlichen Symptomen gleich einen
Arzt aufsuchen und einen Malariatest durchführen lassen. Dieses geht
im Gastland oft schneller als in Deutschland.
Nach positivem Befund wird dann mit einem Prophylaxemittel
die Behandlung angepasst durchgeführt.
In Deutschland können am besten die Tropeninstitute
zu dieser Problematik Auskunft geben.
In diesen Links findet man weitere Hinweise
http://www.fernweh.com/links_gesundheit.htm
http://www.fit-for-travel.de